SPD-Neujahrsempfang am 8.01.2017

Wer Schnee und Eis nicht gescheut hatte, wurde am Sonntagsmorgen von Sternsingern begrüßt. Mit dabei war der Dr. Jens Zimmermann MdB. Doris Globig wurde der Landesehrenbrief verliehen.

Wer Schnee und Eis nicht gescheut hatte, der wurde am Sonntagmorgen im Jakob-Saal des St.Josefshauses mit den Sternsingern der Basilika-Pfarrei begrüßt.
Der Hauptredner, unser Bundestagsabgeordnete Dr. Jens Zimmermann, sprach dann gleich die aktuelle Diskussion um mehr Sicherheit an.
Man brauche nicht gleich überall schärfere Gesetze und mehr Überwachung.  Oft komme man mit guter ordentlicher Polizeiarbeit weiter, wenn nur genügend motivierte Beamte eingesetzt würden. Die Polizei müsse auch ordentlich bezahlt werden, und sie dürfe nicht immer weiter ausgedünnt werden.
Bei aller Diskussion dürfe man aber nicht vergessen, dass es noch weitere wichtige Themen und Fragen in unserer Gesellschaft gebe.
Zum Beispiel müsse man die Rente zukunftsfest gestalten.  Dabei sei es unabdingbar, dass der Mindestlohn hoch genug sei, so dass daraus auch ordentliche Renten resultieren.
Und man dürfe die junge Generation nicht vergessen.  So sei es ein Unding, dass die Kindertagesstätten in unserem Land Hessen immer noch die einzigen Bildungseinrichtungen sind, die kostenpflichtig sind,  und somit die Schwächsten in unserer Gesellschaft während einer wichtigen Entwicklungsphase auszuschließen und zu vernachlässigen.  Kostenlose Kitas werden ein wichtiges Thema der SPD im Bundestagswahlkampf sein.

Zum Thema Wahlen erinnerte Zimmermann an die Wahlen in den USA, wo er offizieller Wahlbeobachter war und wo er mitbekommen hat, dass viele Donald Trump gewählt hatten, weil sie der Meinung waren, Hillary Clinton würde ja sowieso gewinnen.  Auch das Referendum über den Brexit Großbritanniens dürfte jedem gezeigt haben, wie wichtig jede Stimme ist; und dass alle, die etwas erreichen wollen, auch wirklich zur Wahl gehen müssen. Wahlen haben Konsequenzen!

Seligenstadt sei ein Beispiel dafür, dass Wahlen auch positive Konsequenzen haben können.  So habe bei der letzten Kommunalwahl die SPD sogar noch etwas zugelegt und es geschafft, zusammen mit der FDP und den Freien Wählern eine Koalition mit einer Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung zu schmieden.  Die SPD ist so wieder zu einer gestaltenden Größe geworden.

Carsten Müller, dem Kreisbeigeordneten und Sozialdezernenten des Kreises Offenbach, oblag es nun, im Auftrag des Hessischen Ministerpräsidenten und des Landrats des Kreises Offenbach  der Seligenstädterin und Sozialdemokratin Doris Globig den Landesehrenbrief für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zu verleihen.  Dies fiel ihm leicht; viel schwieriger war es, all ihr ehrenamtliches Wirken zusammenzutragen und aufzuzählen.  Doris Globig ist immerhin seit 42 Jahren in der SPD und ständig ehrenamtlich tätig.  Bereits als Jungsozialistin war sie so in der Jugend- und Kulturarbeit Seligenstadts aktiv.
In dieser Stadt ist sie zum Beispiel seit 1991 im Stadtparlament und so (mit Unterbrechungen) 18  Jahre lang Stadtverordnete. Sie war 15 Jahre lang Mitglied des Sozial- und Kulturausschusses und dort zeitweise Stellvertretende Vorsitzende.  Stets aktiv und gleichzeitig charmant. Die Medien kennen Doris Globig auch seit vielen Jahren als Pressesprecherin des SPD-Ortsvereins.

Beruflich hat sie 22 Jahre lang bei der Stadt Mühlheim am Main gearbeitet, woran sich Bürgermeister Daniel Tybussek gern erinnert.
Hier war sie Frauenbeauftragte, und ebenso für Integration und Prävention zuständig. Frauenfragen und Frauenarbeit waren und sind Doris Globig ein wichtiges Anliegen.  Nachdem 1978 die ASF, die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen gegründet war, ist sie dort nicht nur örtlich, sondern auch im Kreis und im südlichen Hessen aktiv. Aktuell ist Globig deren Kreis- und stellvertretende Bezirksvorsitzende.

Auch die langjährige Bundestagsabgeordnete Uta Zapf würdigte in ihrem Grußwort Doris Globig als Kämpferin für die Sache der Frauen und gesellschaftliche Integration aller Menschen.
„Um gesellschaftspolitisch etwas zu erreichen, muss man sich Verbündete suchen;  und die bekommt man nicht, wenn man schreit. Da muss man auch Kompromisse eingehen können.“  Doris Globig habe es meisterlich verstanden, so ihre Ziele zu verfolgen, konsequent und erfolgreich.

Seligenstadts Stadtverordnetenvorsteher, Dr. Richard Georgi, ging in die gleiche Richtung, als er hervorhob, dass alle Ehrenamtlichen gemeinsam für die Stadt Verantwortung tragen.  Sie hätten in der Kommunalpolitik viele Aufgaben zu erfüllen, und diese möglichst gemeinsam. Er dankte Doris Globig für die bisherige gute Zusammenarbeit und freue sich auf ihr weiteres Wirken im Stadtparlament.

So auch Stadtrat Manfred Kreis für den Magistrat Seligenstadts und im Auftrag von Bürgermeister Dr.Daniell Bastian.
Dr. Reiner Stoll, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, charakterisierte die Genossin als beharrlich und prinzipientreu, aber auch immer zur Stelle, zuverlässig und einsatzbereit. Von ihrer Erfahrung, Kompetenz und ihren Kenntnissen profitiere auch die Politik zuhause in Seligenstadt.

 

 

Doris Globig hatte bei ihrer Dankesrede ihre jüngste Enkelin auf dem Arm.  Sie erläuterte, weshalb sie vor 42 Jahren in die SPD eingetreten ist und dass ihr Engagement immer noch nötig ist.  Aus ihrer Herkunftsfamilie habe sie gelernt, was heute noch gilt: „Wir müssen uns auch für die einsetzen, die sich nicht selbst um ihre Angelegenheiten kümmern können – also für die Schwächeren.“

Michael Gerheim, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtparlament, ging auf Fragen der lokalen Politik ein.
Maxime der SPD sei es, möglichst gemeinsam zu erörtern und auszuarbeiten, auch gemeinsam mit Betroffenen in Stadt und Stadtteilen, und die Bürger zu beteiligen.
Deshalb werde das Parkkonzept für die Kernstadt auch erst mit den Beteiligten besprochen, bevor sich die Fraktion für eine Lösung entscheidet. Gleiches gelte zum Beispiel für die Bebauung hinter dem Westring. Dem Gespräch mit allen Interessierten diene nun auch das Rote Eck, mit Diskussionsrunden jeden Freitagnachmittag 16 Uhr.  „Seligenstadt ist lebenswert, und das muss es auch bleiben!“

Die TGS-Combo begleitete diesen Neujahrsempfang und die rund 100 Teilnehmer mit musikalischen Einlagen, und mit solchen klang er auch aus.

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